**Was verheimlicht die NAK bis heute? Die Wahrheit, die man auch 2026 nicht sehen lassen will.**

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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misiva333
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**Was verheimlicht die NAK bis heute? Die Wahrheit, die man auch 2026 nicht sehen lassen will.**

#1 Beitrag von misiva333 » 31.12.2025, 11:19

**Warum veröffentlicht sie das Original-Testimonium nicht – und warum wird der Forschungsbericht zurückgehalten?**

👉 Hier lesen Sie, warum das „Große Testimonium“ und der "wissenschaftliche Forschungsbericht" der Schlüssel zur gesamten NAK-Geschichte sind –
und warum sich an ihnen zeigt, wie weit sich die NAK von der Lehre Jesu Christi entfernt hat.


Liebe Mitlesende, liebe historisch Interessierte,

in Diskussionen zur Neuapostolischen Kirche tauchen immer wieder dieselben Stichworte auf:
Bischoff-Botschaft, Spaltungen, Lehränderungen, Frauenordination, Ökumene.

Was jedoch fast immer fehlt, ist das Verständnis des inneren Zusammenhangs.
Denn all diese Entwicklungen führen nicht zufällig, sondern konsequent zu einem einzigen Ursprung zurück:

👉 zum Umgang der NAK mit dem apostolischen Testimonium,
das ab 1932 massiv verfälscht und umgedeutet wurde.

=> Genau das bestätigt auch der wissenschaftliche Forschungsbericht.
=> Das Große Testimonium dokumentiert die Abweichung innerkirchlich.
=> Der Forschungsbericht belegt sie außerkirchlich.

👉 Zwei Dokumente – eine Wahrheit.
Zwei Seiten derselben Münze.


🔑 1. Ein Dokument – viele Folgen
Nur durch die Verfälschung bzw. Umdeutung des Testimoniums ab 1932 wurde Folgendes möglich:
=> die Bischoff-Botschaft,
=> die massiven Kirchenspaltungen ab den 1930er-Jahren,
=> die neuesten Spaltungen ab 2022 mit hunderttausenden Gläubigen, insbesondere in Afrika,
=> spätere „Bereinigungsversuche“, ohne den Ursprung zu korrigieren,
=> fortlaufende Lehranpassungen,
=> die unbiblische Frauenordination,
=> und schließlich der Beitritt zur Ökumene als Vollmitglied.

👉 Nicht die einzelnen Ereignisse sind das Problem –
sondern ihr gemeinsamer Ursprung.


🔍 2. Der zentrale Widerspruch bis heute

Bis heute beruft sich die NAK offiziell auf das Original-Testimonium.
Gleichzeitig ist sie in Lehre, Struktur und Amtsverständnis so weit davon abgewichen,
dass sie faktisch zu einer ökumenisch-apostolischen Kirche geworden ist.

👉 Aus NAK wurde faktisch ÖAK.

Der Vorwurf der Verfälschung steht deshalb weiterhin massiv im Raum.
Nicht zufällig finden sich auf offiziellen NAK-Webseiten immer wieder Rechtfertigungsversuche –
jedoch nur in extrem gekürzter, kontrollierter Darstellung.

👉 Das Original-Testimonium (1836–37) wird den Mitgliedern nicht zugänglich gemacht.
👉 Vergleiche zwischen Original und heutiger Lehre werden systematisch vermieden.
👉 Mit allen Mitteln versucht die NAK, beide Dokumente zu verbergen,
um sich der Wahrheit in Christus nicht stellen zu müssen.

👉 Warum?

📂 3. Zwei Dokumente, die nicht ans Licht sollen

Parallel existieren zwei hochbrisante Dokumente, die bis heute unter Verschluss gehalten werden:

=> das „Große Testimonium“ (1836–37) – innerkirchlich brisant. Hier auf GLAUBENSFORUM24.DE bereits veröffentlicht.
A) => Link: https://www.dropbox.com/scl/fo/7wohl3tu ... 1t61q&dl=0
B) => Dokument: 2025-AMA-Testimonium-CAC-NAG-NAK_V10.pdf inklusive dem englischen Originaldokument.

=> der wissenschaftliche Forschungsbericht zur Bischoff-Botschaft – außerkirchlich brisant
A) Link: https://naktalk.de/nak-forschungsberich ... opilot.com


Beide werden von der Kirchenleitung bewusst nicht veröffentlicht.

Auf der Plattform NAKTALK wird ausdrücklich festgehalten,
dass der Forschungsbericht existiert, wissenschaftlich erstellt wurde –
aber nicht zugänglich gemacht wird.

👉 Deshalb sammelt NAKTALK öffentlich verfügbare Originalquellen,
damit sich Interessierte ihren eigenen Forschungsbericht rekonstruieren können.

❓ 4. Warum dieses Schweigen so brisant ist

Gerade für Leserinnen und Leser von Glaubensforum24,
die sich mit kirchlicher Ordnung, Autorität und Transparenz beschäftigen,
ist dies ein neuralgischer Punkt:


=> Warum darf das Original-Testimonium nicht frei gelesen werden?
=> Warum wird der Forschungsbericht nicht veröffentlicht?
=> Warum existieren nur kircheneigene Kurzfassungen?

👉 Beide Dokumente stellen den Macht- und Autoritätsanspruch des Stammapostelamtes und des autokraten Kontroll-Systems infrage.
👉 Genau deshalb werden sie nicht offen zugänglich gemacht.


📘 5. Warum die Sonderausgabe notwendig ist

Die bereits veröffentlichte Sonderausgabe zum „Großen Testimonium“historisch, theologisch und geistlich erklärt
ist kein Angriff, sondern eine historische, theologische und geistliche Offenlegung.

Der Autor, Pastor Águila Cóndor, hatte über Jahrzehnte Einblick in innerkirchliche Abläufe
und in archiviertes Material, das weder auf NAK.org noch auf Wiki-NAK zu finden ist.

Diese Sonderausgabe zeigt:
=> was das Original-Testimonium tatsächlich sagt,
=> wo die NAK davon abwich,
=> und welche theologischen Folgen das bis heute hat.
=> In einer exakten Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche.

👉 Sie macht sichtbar, warum die NAK mit allen Mitteln verhindert,
dass Testimonium und Forschungsbericht offen verglichen werden.


🧠 Einladung an die Leser

Dieser Beitrag will kein Urteil fällen, sondern Erkenntnis ermöglichen.

👉 Wer die Geschichte der NAK verstehen will, muss das Testimonium kennen.
👉 Der bereitgestellte Link führt zu einer transparenten Darlegung des Dokuments in sieben Kapiteln,
inklusive einer exakten deutschen Übersetzung des Original-Testimoniums (Archiv.org).
👉 Wer die Gegenwart beurteilen will, muss den Ursprung prüfen.
👉 📖 „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7,16–20)

Darum: 📖 „Prüft alles – das Gute behaltet.“ (1 Thess 5,21)

Herzlichst und ein gesegnetes 2026
Pastor Aguila Condor
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Holger F.
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Re: **Was verheimlicht die NAK bis heute? Die Wahrheit, die man auch 2026 nicht sehen lassen will.**

#2 Beitrag von Holger F. » 02.01.2026, 12:10

Bereits seit fast 25 Jahren gibt es einen dezidierten Vergleich zwischen dem Testimonium von 1836 mit der Ausgabe vom Verlag F. Bischoff von Peter Sgotzai. Der Vorwurf des Plagiierens betrifft weitere alte NAK-Erzeugnisse und wurde - wie gesagt - vor einem Vierteljahrhundert bereits ausführlich diskutiert…

Alle diesbezüglichen Dokumente sind im Internet einfach zu finden…

Der Vorwurf, die NAK würde hier im Jahre 2025 irgendetwas „systematisch“ verbergen, ist aufgrund dieser Sachlage völlig abwegig!

Noch absonderlicher ist allerdings deine steile These, dass die Veränderungen in der 1932er-Bischoff-Ausgabe für alle möglichen Neuerungen in der gegenwärtigen NAK verantwortlich sind.

Dein offensichtlicher Wunsch, diese ollen Kamellen aufzuwärmen und erneut zu skandalisieren, zeigt sich schon in dem von dir insinuierten Zusammenhang, Frauenordination und Abspaltungen der NAK 2022 hätten etwas mit dem Testimonium zu tun…

Ebenso absonderlich sind deine Behauptungen zum nicht veröffentlichten Forschungsbericht. Da er nicht veröffentlicht wurde, lässt sich eben wenig darüber sagen und spekulieren…

Wer die - ebenfalls alle im Internet hinterlegten - Dokumente der VAG der 50er und 60er Jahre zur Bischoff-Botschaft kennt, wird vom „Forschungsbericht“ wenig neues und erhellendes erwarten. Und wer den Wissenschaftsbetrieb kennt, weiß, dass es nichtssagende „Forschungsberichte“ mit einem ähnlichen methodischen Zuschnitt (Interviews) zu allen möglichen Themen gibt, die nichts weiter bewirken als die Erzeugung von nutzlosem Papier…

Nicht, dass wir uns da missverstehen: Auch ich habe die Petition zur Veröffentlichung unterstützt und befürworte sie noch heute. Der Grund ist aber nicht, dass ich hier neue Erkenntnisse erwarten würde. Vielmehr wäre man die Veröffentlichung IMO denjenigen aus VAG und NAK schuldig, die sich als Zeitzeugen noch einmal die Mühe gemacht haben, sich einer Befragung zu unterziehen…

Die Nichtveröffentlichung durch Stap. Schneider wird Gründe haben, die vermutlich darauf abzielen, den Konsens zwischen VAK und NAK nicht wieder zu gefährden. Das ist sein gutes Recht und seine Aufgabe… Klar darf man das anders sehen. Aber zu denken, ein „Forschungsbericht“ würde nun endgültig so etwas wie historische Wahrheit ans Licht bringen, ist überaus naiv…

Zur Klarstellung:

Die NAK ist und war nie DAS Werk Gottes. Die KAG ebensowenig. Die großen protestantischen Kirchen haben einen solchen Anspruch für sich selbst nie erhoben. Es kann aber - sachlogisch betrachtet - nur eine „Kirche Christi“ geben. Daraus resultiert, dass sich Christen - egal welcher Tradition - wohlwollend aufeinander zubewegen (Ökumene). Rechthaberisches Verhalten führt - eher früher als später - zu weiteren unversöhnlichen Kleinstgruppen mit sektierischen Tendenzen…

Leseempfehlung: Markus 9,38ff:

Johannes sprach zu Jesus: Meister, wir sahen einen, der trieb Dämonen in deinem Namen aus, und wir verboten’s ihm, weil er uns nicht nachfolgt. 

Jesus aber sprach: Ihr sollt’s ihm nicht verbieten. Denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. 

Denn wer euch einen Becher Wasser zu trinken gibt deshalb, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen. 
Zuletzt geändert von Holger F. am 02.01.2026, 12:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: **Was verheimlicht die NAK bis heute? Die Wahrheit, die man auch 2026 nicht sehen lassen will.**

#3 Beitrag von misiva333 » 02.01.2026, 12:19

Lieber Holger,

danke für deine ausführliche Stellungnahme und die Klarstellungen, die du vornimmst.

Ich möchte zunächst eines deutlich sagen, um Missverständnisse zu vermeiden:
Ich habe nie behauptet, dass die Problematik um das Testimonium von 1836 oder die Bischoff-Ausgaben erst heute bekannt geworden sei.
Ebenso wenig unterstelle ich, dass einzelne Dokumente „nicht auffindbar“ wären.


Mein Anliegen ist ein anderes.

Es geht mir nicht um Neuigkeitswert, nicht um Skandalisierung und nicht um das Wiederaufwärmen alter Debatten.
👉 Es geht mir um kirchliche Verantwortung im Umgang mit Wahrheit.

Wenn ein Forschungsbericht zur eigenen Geschichte in Auftrag gegeben wird, dieser aber bis heute nicht veröffentlicht ist,
dann ist das – unabhängig von seinem möglichen Erkenntniswert – ein Faktum, das Fragen aufwirft.
Nicht aus Sensationslust, sondern aus dem Anspruch auf Transparenz gegenüber Zeitzeugen, Mitgliedern und der eigenen Geschichte.

In diesem Punkt berühren sich unsere Positionen übrigens:

Auch du befürwortest die Veröffentlichung – nicht wegen neuer Sensationen, sondern aus Verantwortung gegenüber den Beteiligten.

Wo wir uns unterscheiden, ist weniger die historische Einschätzung als die geistliche Gewichtung:
Für mich ist Kirche nicht einfach ein beliebiges menschliches Werk unter vielen, sondern steht – bei aller menschlichen Unvollkommenheit – unter dem Anspruch der Wahrheit vor Christus.

Darum halte ich es für legitim und notwendig, nach Zusammenhängen, Wirkungen und theologischen Verschiebungen zu fragen – auch dann, wenn diese Fragen unbequem sind oder schon lange existieren.

Ich verbiete niemandem, im Namen Jesu zu wirken.
Und ich erhebe keinen Anspruch, allein „die Kirche Christi“ zu repräsentieren.

Aber ich kann – in Treue zu meinem Gewissen – nicht schweigen, wenn mich Fragen der Wahrheit, der Verantwortung und der geistlichen Redlichkeit bewegen.

📖 „Wir können nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“
(Apg 4,20)

In diesem Geist habe ich geschrieben – und in diesem Geist gehe ich weiter.

Freundliche Grüße und ein gutes neues Jahr.
MISIVA333
Pastor Aguila C.
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Holger F.
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Re: **Was verheimlicht die NAK bis heute? Die Wahrheit, die man auch 2026 nicht sehen lassen will.**

#4 Beitrag von Holger F. » 02.01.2026, 13:28

Lieber misiva333,

du machst dir deine Gedanken zur NAK und veröffentlichst sie. Das ist aller Ehren wert. Allerdings habe ich den Eindruck, dass du zu „Stilmitteln“ greifst, die dem aktuellen Entwicklungsstand der NAK nicht gerecht werden und dabei weit über das Ziel hinausschießt.

Wen stellst du dir denn als potentiellen Adressaten deine Texte vor? Die ältere NAK-Generation ist nicht blöd und hat längst eine Entscheidung getroffen: Austritt, Konversion oder Verbleib in der NAK mit dem Bewusstsein, dass musikalische Aktivitäten, individuelle Seelsorge und eine familiäre und überschaubare Gemeinschaft in einer Gemeinde ein wichtiger Wert an sich sind. Die jüngere Generation bleibt der NAK einfach fern - oft ohne Austritt, da sie sich mit Lehre und Geschichte ihrer Kirche gar nicht befassen…

Wer aber - wie du - die „Wahrheitskarte“ zieht, dem sind Glaubensinhalte wichtig. Das ist schön. Aber du wirst diesen Weg dann sicher nicht in einer apostolischen Gemeinschaft finden. Und deine „Aufrufe“ als Wächterkomitee erzeugen bei mir den Eindruck, dass du 1) andere NAKler „biblisch“ von deiner Wahrheit überzeugen möchtest und/ oder 2) einer bestehenden anderen apostolischen Gruppierung beitreten bzw. eine neue gründen würdest.

Zu 1) Du wirst kaum Mitstreiter in der (westlichen) NAK finden, da es kaum Mitglieder gibt, die wegen der Lehre neuapostolisch sind. Und biblische Argumente - das haben NAKler in der Vergangenheit gelernt - können sich in der NAK von heute auf morgen ändern…

Zu 2) Andere apostolische Gemeinschaften entwickeln sich - im günstigsten Fall - in Richtung einer evangelischen Freikirche. Einer solchen Gemeinde kann man aber auch heute schon beitreten, ohne das Siechtum der eigenen Gemeinschaft miterleben und miterleiden zu müssen. Wer die großen apostolischen Kirchen Afrikas kennt, weiß, dass sie in Europa in größerem Maßstab nicht Fuß fassen werden. Im Übrigen hat z.B. die „authentische NAK“ nicht viel mehr zu bieten als Ablehnung der Frauenordination und der Homosexualität. Ansonsten wird - bis in die Bedeutung musikalischer Aktivitäten - die NAK einfach kopiert…

Zurück zu deinem „Wahrheitsanspruch“. Dieser Anspruch führt zu deutlicher Kritik an der NAK. Der Witz ist, dass viele Tausend „Aussteiger“ in Vergangenheit und Gegenwart einen solch hehren Anspruch gar nicht benötigt haben, um zu erkennen, was die NAK ist, nämlich eine Glaubensgemeinschaft, die sich in der spezifischen Situation Deutschlands des 20. Jahrhunderts entwickelt hat, die Höhen und Tiefen erlebt und vor 25 Jahren entschieden hat, sich ökumenisch auszurichten.

Das halte ich für gut und respektabel. Das eröffnet der NAK eine reelle Überlebenschance im deutschsprachigen Bereich…

Übrigens stellte schon Stap. Fehr den Absolutheitsanspruch der NAK in der BAV zur Diskussion, was deutlich zeigt, dass die NAK-Leitung gedanklich viel weiter ist, als viele ihrer Mitglieder und viele ihrer Kritiker.

>>Bezirksapostel Freund galt in der Neuapostolischen Kirche als Hardliner. In einer durch den Stammapostel Fehr im Jahr 2004 angesetzten Abstimmung im Bezirksapostelkreis im Bezug auf das Selbstverständnis der NAK, soll Bezirksapostel Freund mit einer Kirchenspaltung der Nordamerikaner gedroht haben, würde das Verständnis der unbedingten Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes abgeändert werden.

Zu jener Zeit versuchte der Stammapostel neben der Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes auch die Souveränität Gottes als Möglichkeit des Heils mit in das Kirchenverständnis aufzunehmen. Wortwörtlich sagte Freund bereits 2003 in einer Telefonkonferenz zu diesem Thema:

„You can't walk up to a guest and say: 'Do you know you never had your sins forgiven? Do you know, you don't have, you haven't been sealed with the Holy Spirit?' - Surely, those things are true! But, that isn't any way to draw souls.“

Über die Unveränderbarkeit der Dinge sprach Freund 2004 in einen Brief an seine Gemeindevorsteher:

„It happens from time to time that one or the other tries to persuade me into making changes that will change things that cannot be changed. And I would like to say this: This is the work of God called the New Apostolic Church of our time. That's what it is, and it will not change. No one will change this. ... Sure, we make changes. We've made lots of changes. We've tried to adjust and do things that were right. But we will not change who we are. We cannot do that! Then it would not be the Lord's work. And this is the Lord's work. I am convinced.“<<

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Re: **Was verheimlicht die NAK bis heute? Die Wahrheit, die man auch 2026 nicht sehen lassen will.**

#5 Beitrag von misiva333 » 02.01.2026, 19:38

Lieber Holger,

danke für deine offene und ausführliche Rückmeldung. Ich nehme sie ernst – gerade weil sie weniger widerspricht als einordnet.

Ich möchte zunächst eines klar sagen:
Mir darf man widersprechen.
Wir sind in einem Forum, und ich schätze es, wenn Gedanken geprüft, hinterfragt und auch klar zurückgewiesen werden – solange dies in der Sache geschieht.

Mein Anliegen ist jedoch weder eine Zielgruppenstrategie noch ein Zukunftsentwurf für die NAK.
Ich schreibe nicht, um Generationen zu sortieren, Überlebensmodelle zu bewerten oder kirchliche Optionen zu empfehlen.

Ich schreibe aus einem anderen Impuls:
👉 aus der Verantwortung, biblische Fragen dort auszusprechen, wo sie auftauchen –
unabhängig davon, ob sie anschlussfähig, mehrheitsfähig oder systemverträglich sind.


Du beschreibst sehr treffend, dass viele Menschen längst eine Entscheidung getroffen haben – bleiben, gehen oder sich innerlich lösen.
Das bestreite ich nicht.

Mein Punkt ist ein anderer:
👉 Auch dort, wo Entscheidungen gefallen sind, bleibt die Schrift Maßstab.
Und dieser Maßstab darf benannt werden – ohne missionarischen Eifer, ohne Anspruch auf Gefolgschaft.


Ich ziehe keine „Wahrheitskarte“, um andere zu überzeugen.
Ich erhebe keinen Absolutheitsanspruch für mich oder eine Gruppe.
Ich rufe niemanden zum Austritt, zur Abspaltung oder zur Neugründung auf.

Ich bezeuge, was mich bindet:
👉 das Wort der Heiligen Schrift
und die Verantwortung vor Christus.


Dass dies nicht mehr in die strategische Entwicklung der NAK passt, mag so sein.
Daraus folgt für mich jedoch nicht Schweigen, sondern Nüchternheit.

📖 „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“
(Apostelgeschichte 5,29)

Wer meine Texte ablehnt, darf sie ablehnen.
Wer widerspricht, darf widersprechen.
Wer prüfen will, ist eingeladen –
gern mit Schrift, Dokumenten und klarer Argumentation.

Mehr beanspruche ich nicht.

Herzliche Grüße
IAWK - MISIVA333
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🕊️ Rufer zur Wahrheit | „Der Geist spricht zu den Gemeinden: Wer Ohren hat, der höre.“ (Offb 2,7)

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Re: **Was verheimlicht die NAK bis heute? Die Wahrheit, die man auch 2026 nicht sehen lassen will.**

#6 Beitrag von Holger F. » 02.01.2026, 20:31

Lieber misivi333,

das alles respektiere ich. Allerdings denke ich, dass - nicht nur - du mit deiner Vorstellung, die Bibel würde es schon richten, falsch liegst. Ich habe jahrzehntelang verschiedenste protestantische Positionen zu zum Teil ganz einfachen Fragen verglichen. Quintessenz: Die Bibel ist zwar ein ganz wichtiger Bezugspunkt, aber sie ist kein Lehrbuch und wollte das nie sein. Schon die simple Frage, ob auch Kinder getauft werden sollen, lässt sich mit guten biblischen Argumenten bejahen oder verneinen. Und das Verständnis des Abendmahls ist ebenfalls mit jeweils guten biblischen Argumenten als Gedächtnismahl (reformiert) deutbar oder als Konsubstantiation (lutherisch) oder Transsubstination (katholisch/ orthodox)…

Um hier entscheiden zu können, wird eine außerhalb der Bibel stehende Autorität benötigt. Vielen Protestanten ist gar nicht bewusst, dass und an welchen Stellen der Lehre sie auf Luther bzw. Calvin zurückgreifen und keineswegs „nur auf die Bibel“. Katholiken und Orthodoxen ist das völlig klar (Bibel und Tradition/Kirchenväter)…

Übrigens hat gerade das den Reiz für evangelische Theologen des 19. Jahrhunderts ausgemacht, sich mit der katholisch-apostolischen Lehre auseinanderzusetzen und dieser Bewegung beizutreten, nämlich, dass hier eine apostolische und prophetische Autorität Licht auf die „dunklen Stellen“ der Bibel geworfen hat…

Das Thema „Allein die Schrift?“ würde hier aber viel zu weit führen…

LG

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