Zukunftsperspektiven NAK?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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anda666luz
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Re: Zukunftsperspektiven NAK?

#51 Beitrag von anda666luz » 15.01.2026, 07:40

sehr gut zusammengefasst! ich sehe vieles auch so.

das gefühl vieles verpasst zu haben, habe ich leider schon. es geht nicht ums z.B. hörner abstoßen damals, oder ums party machen, feiern, in der disse abzuhängen, wie es heute exzessiv praktiziert wird. es waren andere zeiten und ich beobachte mit entsetzen den moralischen verfall unserer gesellschaft. es ging ums jung sein, frei sein, seine eigenen entscheidungen treffen zu können, frei von zwängen.

ich war u.a. über 25 jahre auch dirigent (1982-2005). und ich habe unsere lieder wirklich geliebt - nicht alle, aber einen großteil. mal von dem einen oder anderen text abgesehen (die waren z.t. echt hanebüchen :lol: ) waren es schöne lieder und teilweise richtige 'gassenhauer'.

dann kamen die 'neuen'. die meisten neu arrangiert, umgetextet ... und ich hätte nur noch speien können. der gipfel war dann das neue gesangsbuch. über weite strecken spielt die orgel alleine, weil niemand die neuen texte geschweige denn die neuen melodien kannte. und du hast recht, ich dachte, ich sitze in der evang bzw. kath. kirche. eine katastrophe!

so hat sich vieles verändert. die jungen kommen damit besser zurecht als die älteren bzw. alten. wenn ich an meinen alten vater (1941) denke - für ihn ist es schwer, sich den neuen gegebenheiten anzupassen. in gesprächen merkt man, er versucht es, aber tief im inneren verachtet er die neue NAK welt, und ich denke so geht es vielen alten. bei den jungen hat die kirche keinen solchen stellenwert mehr. sie läuft quasi so nebenher. daher denke ich auch - sobald die alte generation ausgestorben ist - wird sich das zumindest in der westlichen welt mittelfristig erledigt haben.

nun denn, es ist wie es ist. worüber ich wirklich dankbar bin, dass sind die werte, die mir dort vermittelt wurden. zu versuchen, die jesulehre zu leben und ein guter mensch zu sein. gelingt natürlich nicht oft oder nicht immer, aber das bestreben ist da. es war also nicht alles schlecht!!!

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