Himmelfahrt

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tosamasi
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#11 Beitrag von tosamasi » 24.05.2009, 16:49

Da wäre doch wieder mal eine Lanze für die Frauen auf allen Gebieten zu brechen. :lol:

Auch wenn es zur Bundespräsidentin nicht gereicht hat (allerdings machen wir bereits gute Politik), bei Kirchens haben sie einen Fuß drin, wenn auch nicht bei den konservativen.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

organa

Re: THRONBESTEIGUNG JESU...?

#12 Beitrag von organa » 24.05.2009, 18:43

Maximin hat geschrieben: Na gut, das ist nun 50 Jahre her. Du wirst mir aber gewiss bestätigen, dass Psalm 93 wesentlich älter ist. So viel zu Deinem Satz: "Thronbesteigung" - ach, du lieber Je! Für mich klingt das nach Chefsessel im Himmel j.w.d., und pathetisch obendrein."
Das mag ja sein - ich habe ja auch nichts gegen überlieferte Bibelsprache. Ich sprach nur darüber, daß mir ganz persönlich der Begriff nicht gefällt. Und das auch nur im Bezug einer Predigt, in der ich der Gemeinde Gott und Christus nahebringen möchte - "Thronbesteigung" klang mir da einfach zu pastoral-nichtssagend. Macht ja nix.
Dass momentan in gewissen ev. Kreisen wieder mal über die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu gestritten wird, das wird Dir nicht verborgen geblieben sein. Kein Eckpfeiler...?
Ja und? Mir sind in einer Kirche Diskussionen allemal lieber als frommes Abnicken ohne echtes Verständnis. Eckpfeiler? Ja, aber bitte auch Verstehen. Und vor das Verstehen hat Gott nun mal auch das Nachdenken gesetzt.

Mein Mentor in der Prädikantenausbildung sagte mir mal sinngemäß: Lies die Bibel nicht so, als würdest du alles schon wissen. Und nimm nichts unreflektiert hin, nur, weil alle meinen, es schon verstanden zu haben.
Zu meiner Befürchtung einer demnächst eventuell rot/grünlackierten Kirche verweise ich auf die Wahl der Frau Göring-Eckart zum neuen Präses der EKD-Synode.
Was ist daran schlimm? Dürfen nur Ultra-Orthodoxe Präses werden? Deus advertat - Er möge es verhüten. Lassen wir sie doch mal erst machen.

Viele Grüße
organa

filippo

#13 Beitrag von filippo » 25.05.2009, 07:48

Nun wird ja grade von protestantischer Seite immer wieder gern der ökumenische Dialog eingefordert und wir Katholiken gerne drauf hingewiesen, wo wir mal wieder das gemeinsame Tischtuch zerschneiden. Nur, wie und wo will ich solch einen Dialog führen, wenn da schon untereinander nicht mal bei den Eckpfeilern Konsens besteht?

Wie soll ich beispielsweise mit jemanden über höhere Mathematik reden, wenn derjenige mir noch nicht mal sagen kann, ob 1 + 1 nu 2, oder vielleicht doch eher 3,5 ist?

tergram

#14 Beitrag von tergram » 25.05.2009, 12:14

Lieber fillippo,

du musst aber schon zugeben, dass sich oft Positionen im Dialog miteinander entwickeln und sich im Austausch oftmals gemeinsame neue Wege zeigen. Oder?

Wenn - wie von dir gefordert - jede der Parteien von Beginn an einen absolut festen Standpunkt hat, wird's wohl nix werden mit dem Konsens.

...Was ja auch nicht sooo schlimm wäre, wenn man sich nur mal klar und deutlich entsprechend positionieren würde...

Wenn sich dabei herausstellte, dass der Ökumene-Gedanke ein frommer Wunsch bleibt, aber nicht Realität werden kann/soll, dann könnte man das je nach Geschmack bedauern oder nicht, aber die Entscheidung wäre klar und eindeutig. Was dann auch den Gläubigen eine entsprechende Positionierung erlauben würde.

Was deinen Mathe-Vergleich angeht: Die Rechnung scheint mir ganz simpel zu sein: 1 + 1 + 1 + ... = 1. Und um diese 1, nämlich das Eins-sein, geht es. Das verstehe sogar ich. :wink:

Hannes

#15 Beitrag von Hannes » 25.05.2009, 13:08

Liebe tergram,

Ökumene ist eine riesige Luftblase, die - ähnlich dem sog. Sommerloch - dafür sorgt, dass die Basis irgendwie bei Laune gehalten wird ...

Ökumene wie sie die Kirchenfürsten angehen ist aber auch eine große Lüge. Nicht an der Basis (aber die hat ja mit den Kirchenfürsten wenig zu tun). Aber was die Kirchenmänner bereden und in Aussicht stellen, das glauben sie selbst nicht. Und das ist das Letzte! Wie Du ja auch geschrieben hast. Schade nur, dass die Schafe weiter hinter diesen Hirten hertrotten und ihnen aus der Hand fressen.

Anders ist das mit der NAK und der Ökumene. Die wollen einfach nur eines: mitspielen (ACK). Und das ist fast schon rührend, wenn man denn den Hintergrund ausblendet.

Hannes

filippo

#16 Beitrag von filippo » 25.05.2009, 13:23

Tergram, es gibt ein christliches Ur-Kerygma, das lautet Christus ist gestorben für unsere Sünden ... das ist das Ur-Kerygma, auf dem der gesamte christliche Glaube seit über 2000-Jahren fusst. Wenn ich das plötzlich weghaue, und dann brauch ich auch über das, was darauf aufbaut nicht mehr zu sprechen. Da wo keine 1 mehr steht sondern plötzlich eine Null, da gibt es in meinen Augen nix zu besprechen ...

organa

#17 Beitrag von organa » 25.05.2009, 15:08

filippo hat geschrieben: Da wo keine 1 mehr steht sondern plötzlich eine Null, da gibt es in meinen Augen nix zu besprechen ...
Das halte ich für eine übertrieben banalisierende Darstellung der derzeitigen Diskussion, die ich ebenfalls mitverfolge. Ganz so leicht machen es sich Theologens ja nun auch nicht. Und nicht alles lässt sich in die beiden Schubladen "1" der "0" einsortieren. Schön, wenn es so einfach wäre....
Was ich bislang an Argumenten und Thesen hörte, lässt sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil exegetisch belegen. Ich möchte noch abwarten, bevor ich mir eine Meinung bilde.

Maximin

KLARHEIT IN DER LEHRE...!

#18 Beitrag von Maximin » 26.05.2009, 11:58

:) Organa schrieb am 24.05.09 u. a.: „Was ist daran schlimm? Dürfen nur Ultra-Orthodoxe Präses werden? Deus advertat - Er möge es verhüten. Lassen wir sie doch mal erst machen.“
Darüber wird an anderer Stelle noch zu reden sein. Und bevor Tergram wieder den Verschiebebahnhof in Gang bringt, werde ich in der RubrikEvangelische Kirche ein passendes neues Thema eröffnen.
Micha grüßt :wink:

tergram

Re: KLARHEIT IN DER LEHRE...!

#19 Beitrag von tergram » 28.05.2009, 06:42

Maximin hat geschrieben:...bevor Tergram wieder den Verschiebebahnhof in Gang bringt, werde ich ... ein ... neues Thema eröffnen.
:?: :shock:

organa

#20 Beitrag von organa » 30.05.2009, 08:23

Hallo filippo,
filippo hat geschrieben:
Wie soll ich beispielsweise mit jemanden über höhere Mathematik reden, wenn derjenige mir noch nicht mal sagen kann, ob 1 + 1 nu 2, oder vielleicht doch eher 3,5 ist?
Dir ist aber schon bekannt, daß auch katholische Theologen an der Opfertod-Theologie Kritik üben, oder? (und das auch nicht erst seit gestern-) Mir fallen da spontan Heinzmann und Biser ein, die ähnliche Argumente vorbrachten, wie sie in den Ev. Kirchen diskutiert werden.

Viele Grüße
organa

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