und bitte:

You can decide...
Ernsthaft:
Ich sehe bei meiner (subjektiven) Betrachtung kaum noch Menschen, die sich für die Meinung der Kirchen interessieren, die sich für religiöse Themen interessieren. Kirche verliert ihren Stand-Punkt in der Gesellschaft, wird nicht mehr als moralische Instanz, gar als notwendiger moralischer Zeigefinger, gesehen.
Gründe dafür dürften auch in den Kirchen selbst liegen - haben sie doch über Jahrzehnte hinweg mit spürbarer Freude den Zeigenfinger gegenüber den Gläubigen und ihrer persönlichen Lebensgestaltung erhoben, den Zeigenfinger gegenüber Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt gegenüber sich selbst aber feige in der Hosentasche stecken lassen.
Bedauerlicherweise haben viele Christen diese Unart ihrer Kirchen übernommen: Zuerst auf den anderen zu schauen und zuletzt auf sich selbst. Sie sparen nicht mit gutgemeinten Belehrungen und pflegen das selbstgezüchtete Vorurteil, dass Menschen ohne (christlichen) Glauben bedauernswerte Geschöpfe, innerlich zerrissen, sorgengeplagt und hasserfüllt seien. Ein Beispiel für diese Grundhaltung des christlichen Überlegenheitsgefühls (inklusive Selbstgerechtigkeit) findet man aktuell hier im Forum. Eine Steißlage.
Wen wunderts, dass das immer weniger ankommt bei Menschen, die sich aus Denkfesseln und (selbstverschuldeter) Unmündigkeit befreit haben.
So lange sich die Christen unter den Menschen für das halten, wofür sich beispielsweise die Neuapostolischen unter den Christen halten - nämlich für Gottes erste Wahl - ändert sich daran nichts.
Und wieso sollte es auch? Geht es uns ohne Kirchen nicht besser (zumindest aber nicht schlechter)?