Gedanken zum Jahresmotto 2026
„Fürchte dich nicht, glaube nur!“(Markus 5,36)
Ihr Lieben alle,
mit diesem Wort stellt Jesus uns für das Jahr 2026 an einen entscheidenden inneren Punkt.
„Fürchte dich nicht, glaube nur“ ist kein schneller Trost und kein frommer Appell.
Es ist eine Einladung zur inneren Ausrichtung – mitten in einer Welt, die verunsichert, erschöpft und oft überfordert ist.
Jesus spricht diese Worte nicht in ruhigen Zeiten.
Er sagt sie dort, wo Hoffnung zu zerbrechen droht.
Wo Angst real ist.
Wo das Herz zögert.
1. Furcht erkennen – aber nicht regieren lassen
Furcht gehört zum Menschsein. Auch Glaubende kennen sie.
Doch Jesus lädt uns ein, der Furcht nicht die Führung zu überlassen.
Er sagt nicht: „Du darfst keine Angst haben.“
Er sagt: „Fürchte dich nicht – glaube.“
Glaube bedeutet hier: Vertrauen lernen, selbst dann, wenn nicht alles erklärbar ist.
Das Herz an Gott binden, nicht an die Umstände.
„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“(2. Timotheus 1,7)
2. Glauben heißt: sich halten lassen
Glauben ist kein innerer Kraftakt.
Glauben heißt nicht, alles im Griff zu haben.
Glauben heißt, sich tragen zu lassen, auch dort, wo wir selbst keine Antworten mehr haben.
Jesus lädt uns ein, unsere Sorgen bei Gott abzugeben –
nicht weil sie klein wären,
sondern weil Gott größer ist.
Und wir dürfen wissen:
Gott ist uns näher, als wir oft denken –
nur ein Gebet weit entfernt.
Wer glaubt, vertraut nicht auf sich selbst,
sondern auf den, der das Leben kennt und hält.
3. Glaube zeigt sich im Alltag
„Fürchte dich nicht, glaube nur“ will gelebt werden –
im Alltag, in Beziehungen, im Dienst, im Miteinander.
Dieser Glaube macht wach für den Nächsten,
offen für Not,
bereit für Mitgefühl.
Er befreit uns davon, nur um uns selbst zu kreisen,
und öffnet den Blick für das, was Gott durch uns wirken will.
Wo Vertrauen wächst, entsteht Raum für Liebe.
Wo Liebe Raum bekommt, verliert die Angst ihre Macht.
Leitgedanken für 2026
Dieses Wort Jesu darf uns durch das ganze Jahr begleiten –
als leise Erinnerung in unruhigen Tagen,
als Halt in Entscheidungen,
als Zuspruch, wenn der Mut schwindet.
Fürchte dich nicht.
Glaube.
Und gehe deinen Weg nicht allein.
Denn dieser Glaube hat ein Fundament.
Er gründet sich nicht auf Stimmungen, Mehrheiten oder Zeitgeist.
Er gründet sich auf die Wahrheit, die Jesus selbst ist.
Jesus sagt:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14,6)
Darum bleibt für unsere geistliche Zukunft entscheidend,
dass wir nicht nur glauben irgendwie,
sondern glauben in der Wahrheit.
Wo Wahrheit verloren geht, wird Glaube haltlos.
Wo Wahrheit bewahrt wird, bleibt der Weg offen – auch in schweren Zeiten.
Lasst uns darum wachsam bleiben,
verwurzelt im Wort der Heiligen Schrift,
ausgerichtet auf Christus,
getragen von einer Wahrheit, die bleibt.
Gottes Segen für 2026
Möge der Herr uns im Jahr 2026 Herzen schenken, die vertrauen,
Schritte, die aus Glauben gehen,
und eine Liebe, die stärker ist als jede Furcht.
Amen.
(aus: „NAK-Impulse für Geistliche: «Fürchte dich nicht, glaube nur!»“
in Bindung an die Heilige Schrift ausgelegt von Pastor Águila Cóndor)
Rufer zur Wahrheit | „Der Geist spricht zu den Gemeinden: Wer Ohren hat, der höre.“ (Offb 2,7)

