„Geistlicher Aufbruch“ - misiva333 - Helmut Heinz (Heiler)

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Holger F.
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„Geistlicher Aufbruch“ - misiva333 - Helmut Heinz (Heiler)

#1 Beitrag von Holger F. » 02.01.2026, 19:46

„Geistlicher Aufbruch“ - misiva333

Nachdem „misiva333“ hier zahlreiche Beiträge gepostet hat, wäre es interessant zu wissen, wer oder was hinter dieser sich selbst als „neue geistliche Erweckungs- und Aufbruchs-Mission“ bezeichnende Gemeinschaft verbirgt. Dazu habe ich mir deren Web-Seiten angesehen. Alles, was in Anführungsstrichen steht, ist aus Texten der Webseiten zitiert:

https://misiva333.jimdosite.com

https://misiva333.wordpress.com

1 Die Wortwahl und viele sachlichen Äußerungen deuten auf einen (neu-) apostolischen Bezug hin, allerdings sind die Bezüge auf dem Stand der NAK-Lehre des letzten Jahrhunderts. So wird vom „Morgen der Ersten Auferstehung“ gesprochen und von der baldigen (!) Wiederkunft Christi („Maranatha“), obwohl seit ca. 25 Jahren der Auferstehungsbegriff in der NAK neu definiert wurde…

2 Als „zentrale Werte“ werden Taufe mit Wasser und dem Heiligen Geist sowie die Sündenvergebung genannt. Dies erinnert an die merkwürdige Sakramentenvorstellung der NAK, die bis in die 90er Jahre galt, dass nämlich das Abendmahl lediglich „Quittung“ der Sündenvergebung ist und keinen eigenständigen „Wert“ darstellt…

3 Erstaunlich ist, dass dazu aufgerufen wird, von dieser neuen „Erweckungsbewegung“ kontroverse Themen fernzuhalten, um „den Heiligen Geist nicht zu betrüben“. Auch das erinnert an längst vergangene NAK-Zeiten, in denen das Ansprechen streitiger Themen als unangemessene Kritik am „Geisteswirken“ interpretiert wurde…

4 Um die Menschen näher zu Gott zu bringen, ist „die Bibel als das geschriebene Wort Gottes sowie die zeitgemäße Wirksamkeit des Heiligen Geistes in Wort und Schrift“ entscheidend. Da wäre man dann sehr interessiert daran, wer denn hier als „redender Mund“ dieser „zeitgemäßen Wirksamkeit“ fungiert. Genannt werden dazu „seine Boten und Diener“…

5 Die „Endzeit“ steht bevor und wird in fünf zentralen Aussagen beschrieben. Insbesondere wird deutlich gemacht, dass es nur „die kleine Herde“ sein wird, die auf das Kommen Christi vorbereitet ist. Vor „charismatischen Falschprophetien“ wird genauso gewarnt wie vor den „falschen Erweckungspredigern“. Wo dann „die Wahrheit“ zu finden ist, kann man dann schon an seinen fünf Fingern abzählen: in und bei dieser neuen „Bewegung“ und wichtig ist nur „sich von Jesus und seinen auserwählten Dienern zum Ziel führen (zu) lassen“…

6 Zur Herleitung dieser „Bewegung“ muss der schon in der NAK jahrzehntelang beschworene „Spätregen“ (Joel 3) herhalten, der sich in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts ergossen habe. Ebenso altbacken und falsch ist die Deutung der Gegenwart als „die Zeit Laodizäas“…

7 Irgendwo ist dann auch von „Aposteln“ die Rede, wobei offen bleibt, ob z.B. „Helmut Heinz – El Águila Cóndor Blanco“ (= der weiße Kondoradler), der seine Texte so unterschreibt, sich selbst als „Apostel“ sieht. Dass er - ohne Namensnennung - das Motto von Stap. Streckeisen („Ich habe mich für den Herrn entschieden; und dabei bleibt es!“) übernimmt, sei nur am Rande erwähnt. Jedenfalls stellt sich die Frage, wer hier die geistliche Leitung innehat…

8 Die veröffentlichten Texte könnten fast alle so oder ähnlich in NAK-Publikationen der 50er bis 70er Jahre stehen. Neu ist lediglich der Verweis auf Erweckungsprediger, vor allem Charles Grandison Finney, dessen Buch „Lectures on Revivals“ der Spiritus Rektor „Helmut Heinz“ vorgibt, gelesen zu haben.


Meine persönliche Einschätzung ist, dass hinter der „Bewegung“ vereinzelte ehem. afrikanische NAK-Mitglieder stehen, für die die „wahre Lehre“ das ist, was man ihnen in den 80er Jahren als die einzig wahre Lehre verkauft hat. Dafür sprechen die vielen dezidierten Anklänge an Sprache und Inhalte der NAK-Lehre des vergangenen Jahrhunderts…

Andererseits zeugen die dort eingestellten Texte von mangelhafter theologischer Grundbildung. Nicht einmal grundlegende Problematisierungen werden angesprochen, die sich aus der bloßen Existenz von Protestantismus und Katholizismus jedem denkenden Laien sofort aufdrängen würden…
Zuletzt geändert von Holger F. am 03.01.2026, 16:18, insgesamt 5-mal geändert.

Holger F.
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Re: Geistlicher Aufbruch - misiva333

#2 Beitrag von Holger F. » 03.01.2026, 11:59

Wer ist der weiße Kondoradler?
Helmut Heinz – El Águila Cóndor Blanco

Es handelt sich dabei um den Schweizer Helmut Heinz Augsburger, der - nach Selbstauskunft - über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren in Zentralamerika zusammen mit indigenen Stämmen lebte. Während dieser Zeit sei er als Heiler tätig gewesen und habe sich auf Natur- und Komplementärheilkunde spezialisiert. 

Neben seiner Tätigkeit im Missions- und Hilfswerk SANINACA habe er in dieser Zeit viele Erfahrungen gesammelt und zahlreiche erstaunliche Spontanheilungen erlebt.

Er habe interessante Einblicke in die Lebensweise der indigenen Bevölkerung und deren Leben im Einklang mit der Natur und Umwelt gewonnen.



Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wolle er seine „Erfahrungen teilen und Menschen helfen, die auf der Suche nach ganzheitlicher Genesung von Körper, Geist und Seele sind.“



Augsburger versteht sich als „Heiler“. Heilung beginne für ihn im Inneren eines Menschen und werde dann im Äußeren fortgeführt…


Damit ergibt sich für mich, dass die bisherigen Beiträge von misiva333 doch keinen afrikanischen Hintergrund haben…

Vieles deutet darauf hin, dass H.H. Augsburger neuapostolische Wurzeln hat, die nicht über das Jahr 2000 hinausreichen. Seine dort gemachten religiösen Erfahrungen „verwurstet“ er in seiner neue spirituelle Heilungsphilosophie…

Da die Beiträge von misiva333 sich auf neuere Entwicklungen der NAK beziehen, gehe ich davon aus, dass sich im Umfeld des „Heilers“ ehem. Schweizer Mitglieder der NAK aufhalten, die für diese neue Ausrichtung Sympathisanten rekrutieren wollen…

Aber vielleicht kann misiva333 hier ergänzen, korrigieren…

Quellen:

https://salvoysano.jimdosite.com

https://livitra333.jimdosite.com/angebote-und-preise/

Stand 3/2/2026

Holger F.
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Re: „Geistlicher Aufbruch“ - misiva333 - Helmut Heinz (Heiler)

#3 Beitrag von Holger F. » 05.01.2026, 18:59

Lieber misiva333,

was ich nicht verstehe, ist, dass du

- einerseits in deinen Beiträgen die ökumenische Ausrichtung der NAK in Frage stellst ohne dass erkennbar wäre, dass du „Ökumene“ richtig verstanden hättest und

- andererseits in der Schweiz als Ökumene-Beauftragter der Neuapostolischen Kirche aktiv bist.

Außerdem ist mir völlig unklar, wie du als offensichtlich aktives NAK-Mitglied der Gebietskirche Schweiz und Amtsträger für ein „Internationales Apostolisches Wächterkomitee“ arbeitest.

Ich bin verwirrt…

LG

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