NAK Afrika: Massive Proteste in Afrika gegen Frauenordination und Homosexualität

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
Nachricht
Autor
arminius21

Re: NAK Afrika: Massive Proteste in Afrika gegen Frauenordination und Homosexualität

#61 Beitrag von arminius21 » 28.10.2022, 14:00

Alex_Bln hat geschrieben:
28.10.2022, 13:15
ganz herzlichen Dank an alle, die hier regelmäßig neue Infos zu dem Thema rein stellen!
Sehr gerne, Alex <3
Alex_Bln hat geschrieben:
28.10.2022, 13:15

Hast du bei deinen Quellen auch Infos über Amtsträger, die suspendiert wurden und NICHT "afrikanisch-stämmig" sind? Ich fände es seltsam, wenn man hier in Europa zwischen "coloured" und "non coloured" unterscheiden würde... das sollte ja unerheblich sein, wenn man das vom Inhalt abhängig macht...
Es gibt ja sogar weiße Afrikanerinnen und Afrikaner :wink:

Verstehe natürlich was Du meinst. Mein expliziter Bezug auf Afrika ist praktischer Natur: Also einerseits wegen des Bezugs zum Thread und zum anderen weil diese Whatsapp-Gruppen von Kongoles:innen und Sambier:innen betrieben werden. Von solchen (Männern) Stammen auch diese Meldungen.

Bis dato habe ich ausserhalb dieser ethnischen Gruppen noch von keiner Amtsenthebung oder ähnlichen Sanktionen gehört. Wenn es dazu kommen sollte, würde ich die aus Erfahrungen der letzten Jahre noch in folgenden nicht-afrikanischen Ländern erwarten:
  • Kanada (wobei das schon außergewöhnlich)
  • Russland
  • Philippinen
  • Lateinamerika (höchstens vereinzelt)
  • Deutschsprachige Auswanderer in aller Welt wie Thailand oder Karibik, die geistig im Jahr 1980 stehen bleiben wollen


Benutzeravatar
misiva333
Beiträge: 20
Registriert: 26.08.2025, 07:04
Wohnort: 8051 Zürich

Re: NAK Afrika: Massive Proteste in Afrika gegen Frauenordination und Homosexualität

#63 Beitrag von misiva333 » 22.12.2025, 13:35

Beitrag von Aguila C. (IAWK – MISIVA333)

Wenn man diesen gesamten Diskussionsfaden aufmerksam liest, fällt eines auf:
Es wird sehr viel über Kirche gesprochen – über Lehre, Macht, Kultur, Moral, Einheit, Reaktionen. Aber kaum darüber, woran sich christlicher Glaube letztlich misst.

Für mich liegt der eigentliche Konflikt nicht primär zwischen Afrika und Europa, nicht zwischen Progressiven und Fundamentalisten, nicht einmal zwischen Frauenordination und deren Gegnern. Der Bruch verläuft tiefer.

Er verläuft dort, wo institutionelle Einheit wichtiger wird als das Gewissen des Einzelnen – und wo kulturelle oder systemische Logik an die Stelle persönlicher Christus-Nachfolge tritt.

Jesus Christus hat nie versucht, eine weltweite Organisation spannungsfrei zu halten. Er hat auch keine einheitliche Kultur oder Lehre verordnet. Er hat Menschen gerufen – einzeln, konkret, verbindlich – und sie zugleich in die Verantwortung ihres Gewissens gestellt.

Wo Kirchen schweigen, obwohl Menschen verfolgt werden, ist das problematisch.
Wo Kirchen sich über Kulturen hinwegsetzen, ist das ebenso problematisch.
Wo Kirchen jedoch meinen, diese Spannungen rein administrativ oder lehramtlich lösen zu können, verlieren sie aus meiner Sicht den Maßstab.

Vielleicht zeigt das, was wir hier beobachten, weniger ein afrikanisches oder westliches Problem – sondern die Grenzen eines Systems, das Einheit sichern will, ohne Verschiedenheit auszuhalten, und Wahrheit verwalten möchte, statt ihr zu dienen.

Ich verurteile niemanden in dieser Diskussion. Weder die Protestierenden, noch die Leitung, noch die Kritiker. Aber ich glaube, dass jede Kirche – egal wo – gut daran tut, sich immer wieder zu fragen, ob sie gerade Jesus folgt oder vor allem sich selbst stabilisiert.

Mehr wollte ich nicht sagen.

Aguila C.
IAWK - MISIVA333
Internationales Apostolisches Wächterkomitee

Pastor E.A.C.B.
„Ad vocem Spiritus - Missio Veritatis"

🕊️ Rufer zur Wahrheit | „Der Geist spricht zu den Gemeinden: Wer Ohren hat, der höre.“ (Offb 2,7)

Holger F.
Beiträge: 111
Registriert: 06.01.2022, 00:27

Re: NAK Afrika: Massive Proteste in Afrika gegen Frauenordination und Homosexualität

#64 Beitrag von Holger F. » 03.01.2026, 00:00

Lieber misiva333,

institutionelle Einheit und individuelles Gewissen. Das ist kein Gegensatzpaar, bei dem man das eine nur durch Vernachlässigung des anderen haben könnte. Zumindest müsstest du deutlich machen, warum du das so siehst.

Bei aller Wertschätzung des Gewissens für den Glauben (nichts darf geglaubt werden, was einem das Gewissen verbietet, im Zweifelsfall kann man also gegen Kirchenlehre verstoßen) muss klar erkannt werden, dass das Gewissen auch irren kann (Thomas von Aquin). Das Gewissensurteil sollte deshalb auch als Gemeinschaftsaufgabe gesehen werden - z.B. bei der Erörterung neuer ethischer Fragestellungen…

Für die Einheit der Kirche - institutionell und geistlich - hat Jesus den Petrusdienst installiert, wie man biblisch leicht zeigen kann:

Schlüsselstellen:

A) Matthäus 16,18-19: Jesus gibt Petrus den Namen "Fels" und überträgt ihm die „Schlüssel des Himmelreichs“, was als Grundlage für die Lehre vom Papsttum gesehen wird.

„Du bist Petrus (Fels) und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen... Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben...“

B) Lukas 22,32: Jesus betet für Petrus, dass sein Glaube nicht aufhöre, und beauftragt ihn, seine Brüder zu stärken, besonders nach seiner eigenen Schwäche (Verleugnung).

„...wenn du wieder umgekehrt bist, stärke deine Brüder.“

C) Johannes 21,15-17: Jesus stellt Petrus dreimal die Frage „Liebst du mich?“ und beauftragt ihn daraufhin, seine Lämmer und Schafe zu weiden – ein Hirtenauftrag.

„Weide meine Lämmer... Weide meine Schafe.“

P.S. Interessant ist, wie und mit welchen Methoden Protestanten, die so sehr auf biblischen Begründungen bestehen, diese Verse „wegdiskutieren“…

😇🙏❤️

Zurück zu „NAK - Neuapostolische Kirche“