GG001 hat geschrieben:Ihr Weltbild ist ja fest gefuegt, tvmovie. Aus hiesiger Sicht. Von einer anderen Kultur aus betrachtet sieht sich das anders an, zum Beispiel so:
Ich kann mir vorstellen, dass es in einer exklusiven Kirche gedanklich kein grosser Sprung fuer die Mitglieder in Deutschland ist, wenn sie der Meinung sind, es gaebe nur bei ihnen gute christliche Musik.
Die Amerikaner haben sehr darunter gelitten, als sie 1987 ihr Gesangbuch aufgeben mussten, das voller christlicher "Klassiker" aus dem U.S. Sprachraum war, nur damit sie ein Gesangbuch bekamen, das "eins war" mit dem Rest der Welt. Wozu dieses Bemuehen um Einheit in Melody und Text? Es ist klar, dass die Botschaft diesselbe sein soll, aber eine erzwungene Note-fuer-Note und Wort-fuer-Wort Uniformitaet ist nichts mehr als Konformitaet. Die Einheit in Christus sollte das Ziel sein!
Die Musik in der Kirche sollte die Seele bewegen, sollte Lob und Anbetung in denen bewirken, die hoeren und singen. Musik ist ein Dienen! Ist derjenige, der meint, Musik solle ueberall dieselbe sein, auch der Ueberzeugung, eine Predigt solle Wort fuer Wort ueberall dieselbe sein? Oder sollte der Geist nicht entsprechend der Bedeurfnisse einer jeden Gemeinde frei wirken koennen? (..) Wuerde man die Auswahl an NAK-Musik auf die Lieder beschraenken, die nur die Europa-zentrierten Kulturen identifiziert haben, dann wuerde man die Kraft, die die Musik in anderen Kulturen auf die Seelen hat, unterdruecken.
Wenn wir an Kirchenlieder denken, soll denn eine Gemeinde den eigenen Reichtum der tradierten christlichen Musik ignorieren - Musik, die die eigene Kultur definiert?
(..) Wenn man alles fuer alle sein will, dann sollte man mit Musik beginnen, die einen positive Wirkung hat und einen tiefen Eindruck in der Seele hinterlaesst. Sie sollte uns naeher zu Gott ziehen, nicht den Hoerer abstossen.
Dies hat nach Überdenken meiner eigenen Zeilen meine vollste Unterstützung.
Merci GG001
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